Fatima aus Kobane

Und direkt noch ein Bild einer jungen Dame, die unfreiwillig nach Berlin gekommen ist, denn sie ist mit ihren Eltern und vier Geschwistern aus Kobane geflohen und lebt seit August in Berlin.  Kobane in Syrien, dicht an der türkischen Grenze ist schwer umkämpft gewesen, war zeitweise von der ISIS eingenommen und ist fast vollständig zerstört.

Fatima

Advertisements

Maria aus Kiew

Lange nichts mehr in meinem Blog gepostet, aber ich fürchte, es guckt ja auch kein Schwein. Facebook erschlägt eben alles. Deswegen hat auch mein alter Blogbetreiber dicht gemacht und ich bin mit meinem alten Blog hierher gezogen. Wider erwarten klappte der Umzug problemlos, alle meine Beiträge sind noch zu sehen.

Lange rede, kurzer Sinn: Heute gibt es statt Fotos aus der Berliner Hochkultur mal Bilder einer jungen Frau aus der Ukraine. Auch in dem Bereich hat sich ein Markt entwickelt, eine Menge junger Frauen reisen aus den osteuropäischen Staaten zu uns und „modeln“ für einen kleinen Obulus.

Ist wahrscheinlich auch wieder alles andere als PC (politisch korrekt), aber ich muß gestehen, dass mir diese deutsche Oberlehrermentalität sehr auf den Geist geht.

Maria Kiew
Maria Kiew – Berlin – Studio – 25.11.2015 – Foto: FotoEcken
Maria Kiew
Maria Kiew – Berlin – Studio – 25.11.2015 – Foto: FotoEcken
Maria Kiew
Maria Kiew – Berlin – Studio – 25.11.2015 – Foto: FotoEcken

Christine

15. Januar 2015

Neulich habe ich eine junge Frau fotografiert, die fröhlich, selbstbewusst, offen, geradeheraus und unkompliziert war. Die aber offensichtlich eine zweite Seite hat, die sie aber, wie sie selber sagt, nur raus- und zulässt, wenn sie alleine ist. Ein Verhalten, dass wohl jeder von uns kennt und was das Leben nicht unbedingt einfacher macht. Und ihr körperlicher Zustand entspricht nicht ihrem Wunschbild.

Das Foto unten ist nur der Teaser, ich empfehle die ganze Serie anzuschauen. Hier oder auf das Bild klicken.

Zur Galerie

Greg Gorman bei hiltawsky

12. September 2014

Heute war ich – einer alten Tradition folgend – bei zwei Vernissagen. Allerdings kam ich, anders als früher, stocknüchtern wieder nach Hause. Ich habe den Wein gegen Wasser getauscht. Und das Fahrrad gegen das Auto. Man muß eben auch dem Neuen aufgeschlossen entgegen treten.

Die eine Vernissage war in Mitte, in der Galerie Hiltawsky, eine Galerie die es seit 2009 gibt und die ich immer wieder gerne besuche, zeigt sie doch großartige Fotografen.

Heute wurde eine Ausstellung mit Fotografien von Greg Gorman eröffnet, der in den 70/80ern mit schwarz-weiss Bildern verschiedenster Künstler bekannt wurde. Mir gefällt die puristische Art und das kontrastreiche Licht.

Hier ein paar Impressionen:

Der Meister himself
Greg Gorman

Besucher
Besucher

Greg Gormann, Dominick Raacke
Greg Gorman, Dominick Raacke

Besucherin
Besucherin

Greg Gorman, Galerist Christian Hiltawsky, Dominick Raacke
Gorman, Hiltawsky, RaackeRaacke, Hiltawsky

Besucher
BesucherDavids_GregGorman_4339a

Besucher
Davids_GregGorman_4361aa

Iveta

17. Juli 2014

Jetzt habe ich nach langer Zeit mal wieder Fotos im Studio gemacht. Und es war richtig gut. Kein Wunder hatte ich auch mit Iveta, ohne es zu ahnen als ich sie fragte, ein Profimodel vor der Linse, die gerade in Mailand über den Laufsteg geschwebt ist. Bloß früher hatte ich entweder einen Schwarz-Weiß-Film oder einen Farbfilm eingelegt, und hatte s/w- oder Farbbilder. Mittlerweile ist es schwieriger. Jedenfalls für mich. Denn eigentlich wollte ich alle Bilder schwarz-weiß machen, weswegen ich auch einen gelben Hintergrund verwendet hab. Gelb wird, wenn man die Farbe rausnimmt eben grau. Mittelgrau. Hätte ich Farbbilder machen wollen, hätte ich niemals einen gelben Hintergrund genommen. Aber während der Aufnahmen dachte ich so bei mir, dass es doch sehr schade wäre, wenn man Ivetas tolle rote Haare überhaupt nicht in Farbe sieht. Tja, und so verbringe ich viel Zeit damit, zu probieren, wie die Bilder am Besten wirken. Denn es gibt ja nicht nur zwei Möglichkeiten (s/w oder Farbe), sondern unendlich viele. Hier mal ein paar Beispiele…

_Iveta_2943ab_Iveta_2943aa_Iveta_2943ac_Iveta_3385a_Iveta_3273aB

Nolde-Retrospektive in Frankfurt

12. Juni 2014

Wieder ein Beitrag, dessen Titelinhalt nur eine Nebenrolle spielt. Denn die Nolde-Ausstellung war schon interessant, ja.

Aber verzaubert haben mich diese zwei Süßen, die, eine an der Hand der Mutter und eine an der Hand der Mutter der Mutter (um das Wort „Großmutter“ zu vermeiden, denn „Großmutter“ weckt bei mir Assoziationen, die nichts mit der Frau zu tun haben, die mit ihrer Enkelin durch die Abteilung „Moderne Kunst“ des Städel lief). Alle vier mit wachem Blick und strahlenden Augen. Die größere der beiden ließ sich die Begleittexte auf Englisch vorlesen, und lauschte aufmerksam den Erklärungen ihrer Mutter ob der manchmal doch merkwürdigen Kunstwerke, wie das Bild von Ad Reinhardt, der in seiner späteren Schaffensphase ausschließlich schwarze Bilder malte.

Mir war das zu schwarz und zu abstrakt, und die zwei Mädchen in ihren wunderschönen bunten Kleidern und ihren feschen Hüten ein starker Kontrast dazu, den ich doch gerne fotografiert hätte. So fasste ich mir ein Herz und fragte Mutter und Tochter, ob sie sich fotografieren ließen – und jippieh! sie sagten spontan ja, was mich sehr freute. Nicht mehr selbstverständlich in der heutigen Zeit. Und je mehr mich jemand fasziniert, desto herber trifft mich dann eine Absage. Aber hier und heute waren alle vier dabei und so konnte ich mal wieder ein Bild machen, von dem ich ganz begeistert bin und was mich mit Sicherheit noch lange begleiten wird; sei es in der Erinnerung wie es entstanden ist, sei es als Foto an der Wand.

SF_Nolde_7907-2akleinSF_Nolde_7915akl