Thailand, Tag 13, Chiang Mai

Songkran ist der Beginn des neuen Jahres in Thailand. Dann werden der ganze Schmutz und Abfall des letzten Jahre weggeschmissen und es werden Häuser und Wohnungen sauber gemacht. Dieses Saubermachen rührt aus dem Glauben, dass aller Schmutz und Abfall aus dem alten Jahr dem Besitzer im neuen Jahr nur Unglück bringen würde. Auch Mönche und Buddha-Figuren werden mit Wasser übergossen. Außerdem werden zum Zeichen der Ehrerbietung die Hände der älteren Familienmitglieder mit Wasser übergossen.

Es gibt also an Songkran mehr als nur die Wasserschlachten auf den Straßen. Nun habe ich mich aber dieses Jahr in Wasserschlacht gestürzt, dem wohl populärsten und spektakulärsten Teil des Songkran-Festes. Unter anderem auch wegen des Spektakels habe ich meine ursprünglich für das Jahresende vorgesehene Reise nach Thailand ja kurzfristig vorverlegt. Am Ende gibt es noch drei Fotos, die mir eine Freundin überlassen hat, die die Zeremonie zu Hause zeigen.

Thailand, Tag 12, Chiang Mai

Es wurde angemerkt, dass ich meine Blogeintragungen vernachlässigt habe. Aber ich muß gestehen, dass es nachts in einem Hotelzimmer spannenderes gibt, als vor dem Laptop zu sitzen.

Aber heute war es krass. Chiang Mai. Kaum Thais, fast nur Touris. Ich sitze da so in der Havanna-Bar, die Kamera nicht mal ausgepackt.

Aber dann, um Mitternacht, schließen die Bars, und plötzlich gibt es ein Hasten und ein Treiben, die TukTuks kommen angebraust, die Motorroller werden angelassen, und es geht – wohin auch immer.

Eine letzte Mahlzeit vor dem Ortswechsel an den Küchen der Straßen, man trifft sich, redet plötzlich miteinander, und selbst die Europäer lassen sich widerspruchslos ablichten…

Thailand, Tag 2: Bangkok

Überwältigend, einfach überwältigend. Menschen können anscheinend auch respektvoll miteinander umgehen. Den anderen achten, nicht die Fehler des anderen nutzen, um sich selber ins rechte Licht zu rücken. Ich habe in zwei Tagen schon so viele Situationen gesehen, wo man sich hätte beschweren können, wo man ungeduldig hätte werden können, wo man einen anderen hätte zurechtweisen können. Nichts von dem habe ich erlebt.

Hier nur ein Teil der Bilder von heute. Aufgenommen in einer kleinen Straße voller Bars im Vergnügungsviertel um die Sukhumvit Road. VOR dem allabendlichen Trubel.

Thailand, Tag 1: Bangkok

Ohne Kommentar, erste Impressionen

Fatima aus Kobane

Und direkt noch ein Bild einer jungen Dame, die unfreiwillig nach Berlin gekommen ist, denn sie ist mit ihren Eltern und vier Geschwistern aus Kobane geflohen und lebt seit August in Berlin.  Kobane in Syrien, dicht an der türkischen Grenze ist schwer umkämpft gewesen, war zeitweise von der ISIS eingenommen und ist fast vollständig zerstört.

Fatima

Maria aus Kiew

Lange nichts mehr in meinem Blog gepostet, aber ich fürchte, es guckt ja auch kein Schwein. Facebook erschlägt eben alles. Deswegen hat auch mein alter Blogbetreiber dicht gemacht und ich bin mit meinem alten Blog hierher gezogen. Wider erwarten klappte der Umzug problemlos, alle meine Beiträge sind noch zu sehen.

Lange rede, kurzer Sinn: Heute gibt es statt Fotos aus der Berliner Hochkultur mal Bilder einer jungen Frau aus der Ukraine. Auch in dem Bereich hat sich ein Markt entwickelt, eine Menge junger Frauen reisen aus den osteuropäischen Staaten zu uns und „modeln“ für einen kleinen Obulus.

Ist wahrscheinlich auch wieder alles andere als PC (politisch korrekt), aber ich muß gestehen, dass mir diese deutsche Oberlehrermentalität sehr auf den Geist geht.

Maria Kiew
Maria Kiew – Berlin – Studio – 25.11.2015 – Foto: FotoEcken
Maria Kiew
Maria Kiew – Berlin – Studio – 25.11.2015 – Foto: FotoEcken
Maria Kiew
Maria Kiew – Berlin – Studio – 25.11.2015 – Foto: FotoEcken

Ödipus der Tyrann in der Schaubühne, Berlin

Oedipus_1788a

Wenn du wie gefesselt auf deinem Stuhl sitzt, dich nicht mehr bewegst, wenn es um dich herum mucksmäuschenstill ist, du den Atem anhältst und dir Schauer den Rücken herunterlaufen, wenn du nicht nur siehst und hörst, sondern mitfühlst, mitleidest und dir der Mund vor Anspannung trocken wird, dann weisst du, dass du in der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin sitzt und Menschen erleben darfst, die die Kunst der Schauspielerei offenbar mit der Muttermilch aufgesogen haben und bis zur Perfektion getrieben haben. Und du fragst dich, wie sie es schaffen, diese unfassbar gewaltige Energie, die in ihnen steckt, durch den riesigen Raum zu ihren Zuschauern zu transportieren.

Und wenn du das Gefühl kennenlernen möchtest, wie es ist, einen Eimer Wasser über den Kopf zu kriegen, dann schaue dir keine Vorstellung, sondern eine Probe an, wo dann nach einem lauten „Danke schön, bis hierhin!“ die ganzen griechisch- mystischen Figuren anfangen an ihrer Kleidung zu zerren, „so geht das nicht!“ und „was passiert denn jetzt?“ zu rufen, und wo dann merkwürdige, schwarz gekleidete Menschen mit komischen Geräten, den Raum erobern, der gerade noch ein Kloster gewesen ist, in dem sich eine grauenhafte Tragödie abgespielt hat.

Respekt und Bewunderung dem Ensemble!

Mehr Fotos hier: http://fotoecken.com/oedipus/

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Christine

15. Januar 2015

Neulich habe ich eine junge Frau fotografiert, die fröhlich, selbstbewusst, offen, geradeheraus und unkompliziert war. Die aber offensichtlich eine zweite Seite hat, die sie aber, wie sie selber sagt, nur raus- und zulässt, wenn sie alleine ist. Ein Verhalten, dass wohl jeder von uns kennt und was das Leben nicht unbedingt einfacher macht. Und ihr körperlicher Zustand entspricht nicht ihrem Wunschbild.

Das Foto unten ist nur der Teaser, ich empfehle die ganze Serie anzuschauen. Hier oder auf das Bild klicken.

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Nackte Ampelfrauen

AmpelfrauIch meine – seien wir doch mal ehrlich – da wundert sich alle Welt über aufkeimende Ausländerfeindlichkeit der Deutschen. Ja, aber – was sollen wir denn auch machen, wenn uns schon die Franzosen – pardon, die Französinnen, sehr subversiv die Anarchie über uns bringen wollen. Oder sollte ich besser sagen: Uns die Anarchie unterjubeln wollen, in dem sie (die Französinnen) mit spitzen (wie ihre Pömps) Bemerkungen über die teutsche Ordnung lästern? Da zieht Frau Pascale Hugues (was wahrscheinlich ‚Üüg‘ ausgesprochen wird – wir haben wenigstens anständige Buchstaben für solche Namen) im Tagesspiegel unter der reißerischen Schlagezeile „Niemand wartet auf die Ampelfrau“ über unsere Feministinnen her, die – natürlich zu recht – Ampelfrauen fordern. Und – was noch viel schlimmer ist: Sie versucht die deutschen Leserschaft sehr subtil zu ordnungswidrigem Handeln zu drängen, in dem sie uns Deutsche, die wir uns gesittet an die Regeln der Straßenverkehrsordnung halten, mit chaotischem Verhalten fremder Mächte vergleicht und somit den untauglichen Versuch unternimmt, uns lächerlich zu machen, wenn wir nachts auf autoleeren Straßen an der Fußgängerampel auf „Grün“ warten. „Überall sonst“ ginge man auch bei Rot! So nicht Madame Hugues, so nicht!

Denn sonst ergeht es unseren Kindern wie meiner damals 10-jährigen Tochter in Paris, die, nachdem ich ihr beigebracht hatte, weniger auf die Ampel als auf den Verkehr zu achten, plötzlich bei „Rot“ versuchte eine Straße zu überqueren. Na, da hättet ihr mal die Autofahrer erleben sollen – in vorderster Reihe sogar ein Polizeiwagen: SIE HIELTEN! Und: Sie winkten uns sogar über die Straße – obwohl sie „Grün“ hatten! Wer – so frage ich, will solche Verhältnisse in Deutschland? Rücksichtnahme, obwohl man im Recht ist – wo gibt’s denn sowas??

Sehr lesenswerte Glosse – denn unsere Feministinnen wollen natürlich keine Ampelmädchen mit Zöpfen, wie sie es ja schon gibt – sondern richtige Ampelfrauen, nackt und im Profil, damit die Brüste richtig zur Geltung kommen. — Ähm, ach nee, Entschuldigung, das war eine Idee von Frau Hugues.

http://www.tagesspiegel.de/…/mon-berlin-alle-…/11050040.html (Anderer Titel als im gedruckten Tagesspiegel).